Mein Equipment – Part 4: Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM

Willkommen zum vierten Teil über mein verwendetes Equipment.
Heute geht es um mein letztes Objektiv in dieser Serie.

Es ist das Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM.

EF 100mm f2.8L Macro IS USM_Slant without cap

Das Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM* kostet ca. 830 € und gehört zu Canons professioneller L-Serie, leicht am „roten Ring“ zu erkennen.

Das Objektiv hat ein Gewicht von ca. 625 Gramm und ist damit gerade einmal 125 Gramm schwerer als das Canon EF 17-40mm f/4 L USM!

Das Objektiv ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt und somit für robustere Einsätze bestens geeignet. Ich selbst habe es auch schon im leichten Nieselregen ohne Probleme verwendet.

WICHTIG: Das sollte man natürlich nur machen, wenn die Kamera selbst ebenfalls entsprechend abgedichtet ist!!

Es ist ein Hybrid Bildstabilisator verbaut, der bis zu 4 Stufen längere Belichtungszeiten aus der Hand verspricht. Ich kann dies aus der Praxis nur bestätigen. Wenn der Image Stabilizer (IS) arbeitet, dann steht das Bild förmlich. Man muss die Kamera schon merklich hin und her schwenken, damit der IS das Bild nicht mehr zu stabilisieren vermag.

Wie schon die beiden anderen vorgestellten und von mir genutzten Objektive ist auch in diesem ein Ultraschall Autofokus Motor, bei Canon Ring-USM genannt, vorhanden.
Manuelles eingreifen in den Autofokus ist also jederzeit möglich.

Am Objektiv ist ein Schalter zur Begrenzung des Fokusbereiches vorhanden (siehe im Bild link unten). Dieser kann auf folgende Positionen eingestellt werden:

  • 0.3 bis 0.5 Meter
  • 0.5 Meter bis unendlich und
  • FULL (0.3 Meter bis unendlich)

Wenn man das Objektiv nicht für Makroaufnahmen verwendet empfiehlt sich die Einstellung 0.5 Meter bis unendlich. Dies hilft dem AF bei der Arbeit und spart Zeit. Der AF muss so beim scharfstellen nicht den Kompletten Fokusbereich durchfahren.

Bei Nahaufnahmen im Bereich 1:1 sollte man den AF, sofern man diesen zum fokussieren verwendet, auf die Stellung 0.3 – 0.5 Meter einstellen.

Der Autofokus ist sehr leise und fokussiert äußerst präzise und zuverlässig.

Mit im Lieferumfang enthalten ist auch die Streulichtblende (nicht Gegenlichtblende, wie ich nur zu oft zu hören bekomme!) ET-73.

Leider wird die Canon Stativschelle D (B)* nicht mitgeliefert. Sie kostet einzeln rund 144 €.

Ich selbst bin nun nicht wirklich ein Makrofotograf. Ich fotografiere mit diesem fantastischen Makroobjektiv sehr gerne kleine Details. Aber meist aus der Hand ohne Stativ. Der Hybrid-AF gepaart mit dem leistungsstarken Bildstabilisator ermöglichen auch so tolle Aufnahmen.

Gerne verwende ich das Objektiv vor allem für Portraits. Die 9 Blendenlamellen zeichnen bei Offenblende 2.8 bis hin zu Blende 5 ein wundervolles Bokeh.
Die Freistellung des Motives bei Offenblende 2.8 und den 100mm ist wirklich toll.

Doch auch Landschaftsaufnahmen lassen sich damit super machen.

Wer von Euch möchte auch weiter in den Makrobereich vordringen?
Nutzt Ihr das Objektiv ebenfalls? Wie sind Eure Erfahrungen damit, und für was setzt Ihr das Objektiv ein? Lasst doch gerne einen Kommentar zum Beitrag da :)

Und wie immer möchte ich Euch auch dieses Mal ein paar Fotos zeigen, die ich mit dem Objektiv aufgenommen habe :) Viel Spass beim ansehen!

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Mein Equipment – Part 3: Canon EF 50mm f/1.4 USM

* = Affiliatelink

Es ist schon wieder Sonntag, und damit sind wir bei Teil 3 meiner keinen Equipment-Serie angekommen.

Heute geht es um das Canon EF 50mm f/1.4 USM*.

Foto: Canon.de

Das Objektiv ist eine sogenannte Festbrennweite mit einer Lichtstärke von f/1.4.
Damit ist das Objektiv sehr lichtstark und besonders für Available Light, Portraitfotos und der Reportage geeignet.

Wie schon das von mir vorgestellte EF 17-40mm f/4L USM verfügt das 50mm f/1.4 über einen USM Motor für den Autofokus. Dieser fokussiert sehr flott und auch leise.
Ein manuelles Eingreifen in den Autofokus ist jederzeit möglich.

Der vom Objektiv erfasste Bildwinkel beträgt 46° und kommt damit unserem eigenen Sehfeld am nächsten. Daher spricht man beim 50mm Objektiv auch oft von „Standard- oder Normalbrennweite“.

Ein großer Fotograf des letzten Jahrhunderts, Henri-Cartier-Bresson, hat diese Standardbrennweite so gut wie ausschließlich für seine Straßenfotografie verwendet.

Es liegt preislich etwa beim 3,5 – 3-fachen gegenüber dem Canon EF 50mm f/1.8 II, welches ich über viele Jahre ebenfalls verwendet habe, und etwa gut 1.000 € unter dem Canon EF 50mm f/1.2L USM.

Ich schätze an diesem Objektiv die trotz hoher Lichtstärke kompakte Bauweise bei gleichzeitig ordentlicher Verarbeitung. Gerne nehme ich es mit, um mich beim Fotografieren wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren oder um Portraits bei weit offener Blende zu fotografieren.

Eine lichtstarke 50mm Festbrennweite – egal ob nun die günstige Variante, die hier vorgestellte oder das viel wertigere aber teurere L – sollte in keinem Fotorucksack fehlen.

Leider wird das Objektiv ohne die Streulichtblende ES-71 II geliefert.
Diese kann man z.B. für rund 26 Euro hier bekommen*:

Ich selbst verwende einen günstigeren, aber dennoch passenden Nachbau. Diesen gibt es schon für knapp 11 Euro z.B. hier*:

Ich möchte noch anmerken, dass alle Angaben in diesem Beitrag immer auf das Vollformat, sprich das 35mm Kleinbildformat bezogen sind.
An den Canon Kameras mit einem APS-C Sensor (Crop Faktor 1,6) ist die Bildwirkung eine etwas andere. Hier entsteht ein um den Cropfaktor verlängerter Brennweiteneindruck.
In diesem Fall dann also der Eindruck einer Brennweite von rund 80mm.

Einen super ausführlichen Blogbeitrag zum Thema „Cropfaktor“ findet Ihr auf dem Blog web-done.de von Alexander Steinhoff.

Wer von Euch besitzt dieses Objektiv ebenfalls, oder plant eventuell eine Anschaffung?
Oder kommt es bei Euch etwa gar nicht in die Tüte, bzw. den Fotorucksack?
Schreibt mir doch gerne Eure Meinung in die Kommentare zu diesem Beitrag!

Wie immer zeige ich Euch zum Abschluss noch ein paar meiner Bilder, aufgenommen mit dem Canon EF 50mm f/1.4 USM:)

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Mein Equipment – Part 2: Canon EF 17-40mm f/4L USM

* = Affiliatelink

Hallo zusammen,

schon sind wir bei Teil 2 meiner Ausrüstung angekommen.
Mit einem Kameragehäuse alleine hat man natürlich noch keine Fotos gemacht. Zumindest ich nicht :)

Für die Reise- und Landschaftsfotografie ist ein Weitwinkelzoom wie das Canon EF 17-40mm f/4L USM* für mich nicht wegzudenken und unersetzlich.

Photo: Canon.de

Das Objektiv hat eine durchgehende Blende von f4 als größte Blendenöffnung und kann bis zu einer maximalen Blende von 22 geschlossen werden.

Mit einem Gewicht von gerade einmal 500 Gramm ist es in Kombination mit meiner relativ kompakten und leichten Vollformat-DSLR, der Canon EOS 6D, perfekt für das leichte Gepäck.

Der Autofokus ist ein USM (Ultra Sonic Motor), der besonders schnell und sehr leise fokussiert. Ein manuelles eingreifen in die automatische Fokussierung ist jederzeit möglich.

Die Größe des Filtergewindes beträgt 77mm, was die anzuschaffenden Filter wie Polfilter oder Neutraldichte-Filter (ND Filter) nicht gerade günstig macht.

Das Objektiv besitzt keinen Bildstabilisator, was aus meiner Sicht auch nicht wirklich schlimm ist. Bei dem Brennweitenbereich von 17-40mm kann man die notwendigen Verschlusszeiten noch gut aus der Hand halten. Notfalls erhöhe ich die ISO eben um 1/3 Stufe oder mehr.

Immer wieder treffe ich Fotografen und schwärme von meinem (auch bei Offenblende) sehr scharfen 17-40mm und ernte meist skeptische Blicke.

Doch, ich bleibe dabei: Das Canon EF 17-40mm f/4L USM* gehört für mich mit zu den schärfsten Canon Zoomobjektiven!

Für die Fotografinnen & Fotografen bei denen das nicht so ist habe ich einen kleinen Tipp:

AF – Microadjustment.

Dies ist allerdings nicht bei jedem Kameramodell verfügbar. Die drei- und vierstelligen Einsteigermodelle (z.B. EOS 700D od. 1200D) sind hierbei außen vor.

Bei meiner Canon EOS 6D findet sich das hier im Kameramenü:

2014-06-17 10.36.43

 

 

 

 

 

 

Hierdurch kann die Schärfe für jedes einzelne Objektiv an Eure Kamera angepasst werden. Einfach einmal man „AF-Feinabstimmung“ googeln. Für Nikon Kameras ist das auch verfügbar. Einfach mal im Handbuch der Kamera nachsehen.

Solltet Ihr Interesse an dem Thema AF-Feinabstimmung haben, kann ich gerne mal einen separaten Beitrag dazu schreiben.

Ich möchte mein Canon EF 17-40mm f/4L USM auf keinen Fall mehr missen!

Hat jemand gleiche, gänzlich andere Erfahrungen oder weitere Fragen zum Objektiv?
Schreibt mir einfach ein Kommentar zu diesem Beitrag!

Hier noch ein paar Eindrücke  😉

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Mein Equipment – Part 1: Kamera

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Hallo…

Oft werde ich gefragt mit welchem Equipment ich für meine Fotos verwende.
Seit meinem Wechsel in die digitale Spiegelreflexfotografie verwende ich, bis auf einen kleinen „Ausrutscher“ zu Nikon, nur Kameras von Canon. Mit Nikon (ich hatte die D7000 & D700) bin ich einfach nicht warm geworden. Es ist so eine Gefühlssache.

Nach mehreren Kameras, angefangen bei der Canon EOS 350D im Jahr 2005 besitze ich nun seit letztem Jahr die Canon EOS 6D*.
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Letztes Jahr stand ich vor der Entscheidung, ob ich die Canon EOS 5D Mark III oder eben die Canon EOS 6D kaufe. Ich habe mich dann für die EOS 6D entschieden.

EOS 6D mit EF 24-105mm L

Warum? Das will ich gerne kurz beantworten.

Nun, die EOS 6D hat gegenüber ihrer großen Schwester 5D Mk III natürlich ein paar Nachteile.

So zum Beispiel etwas weniger Megapixel (20,2 der 6D zu 22,3 der 5D Mk III). Auch das Gehäuse der EOS 6D ist etwas kleiner und nicht ganz so hochwertig wie das der 5D Mk III. Weiterhin besitzt die 6D „nur“ einen 11-Punkt Autofokus. Bei der 5D Mk III sind es hingegen 61 AF-Punkte.Man könnte jetzt meinen, die EOS 6D ist eine „schlechte“ Kamera. Nein, das ist sie bei weitem nicht. Ich verwende bei 99,5 % meiner Aufnahmen stets den mittleren AF-Punkt.

Das habe ich schon immer getan und werde es weiterhin so tun. Ich brauche nicht wirklich 61 AF-Punkte zur Auswahl.

Die EOS 6D bietet mit Ihren „Nachteilen“ für mich eben Vorteile. Sie ist leichter, und gerade in Kombination mit dem fantastisch scharfen und leichten Canon EF 17-40mm f4 L USM (ich stelle es in einem der nächsten Beiträge vor) eine tolle Kombination.

Weiterhin verfügt die EOS 6D über tolle Features wie z.B. WLAN zur Steuerung der Kamera vom PC oder dem Smartphone. Das klingt nicht nur toll, es funktioniert auch tadellos. Weiterhin besitzt die EOS 6D ein integriertes GPS Modul. Fantastisch…!

Für diese beiden Features müssen 5D Mk III Besitzer in die Tasche greifen.
Um die Kamera WiFi fähig zu machen benötigt man den Canon Wireless File Transmitter WFT-E7*. Dieser kostet rund 500,00 €.

Möchte man nun seine Fotos aus der 5D Mk III noch mit GPS-Koordinaten versehen, ist der muss sich z.B. den Canon GP-E2 GPS-Empfänger* für rund 250,00 € anschaffen.

Nochmal: Die Canon EOS 6D verfügt bereits über beides 😉

Ein Wörtchen mitreden bei der Kaufentscheidung darf natürlich auch der Preis.
Damals war der EOS 6D Body für 1.689 € zu bekommen. Der EOS 5D Mk III Body kostete da rund 2.700,00 €. Das ist eine Preisdifferenz von rund 1.000 Euro. Nicht gerade wenig.

Nicht zuletzt muss natürlich jeder für sich selbst abwägen, was er für eine Kamera benötigt und ob diese für seine fotografischen Arbeiten optimale Features bietet.

Hat jemand von Euch auch die Canon EOS 6D? Oder gar die EOS 5D Mk III?
Warum habt Ihr Euch für die eine oder andere Kamera entschieden? Schreibt doch einfach in die Kommentare zu diesem Beitrag :)

Und viele über die schlechte Videotauglichkeit der EOS 6D reden möchte ich zum Schluss  einen kleinen Film zeigen, der mit der komplett mit der EOS 6D gedreht wurde.